Richard Kuöhl

Richard Kuöhl

Der Bildhauer Richard Kuöhl war einer der bedeutendsten Bildhauer seiner Zeit. 1931 erwarb er die „Rohlfshagener Butz“, ein ruhiges und beschauliches Fleckchen Erde im Süderbestetal. Viele seiner Werke entstanden in Rohlfshagen, der Gänselieselbrunnen auf dem Oldesloer Marktplatz oder der Jüngling vor der Stormarnhalle gehören zu seinen Werken.

hier steht der Jüngling noch in der Rohlfshagener Butz - 1957 - Foto Kreisarchiv Stormarn Marfels
hier steht der Jüngling noch in der Rohlfshagener Butz – 1957 – Foto Kreisarchiv Stormarn Marfels

Richard Kuöhl (* 31. Mai 1880 in Meißen, † 19. Mai 1961 in Rohlfshagen bei Bad Oldesloe) war ein deutscher Bildhauer, auch als „Architekturplastiker“ bezeichnet.
Nach einer handwerklichen Ausbildung als Kunsttöpfer in seiner Geburtsstadt Meißen und einem Studium an der Dresdner Kunstgewerbeschule war Kuöhl 1906 zunächst nach Berlin gezogen (Über die Jahresangabe des Umzugs nach Berlin gibt es in der Literatur widersprüchliche Angaben). 1912 folgte er seinem Dresdner Architekturprofessor Fritz Schumacher nach Hamburg. Schumacher hatte dort eine Wiederbelebung des Backsteinbaus durchgesetzt. Er maß der Architekturplastik eine besondere Bedeutung zu. Kuöhl führte einen Großteil des Bauschmucks an Schumachers Staatsbauten aus. Seine Werke werden als „stets figürlich und volkstümlich-gefällig“ bezeichnet. Eine weiterer Teil seines Werkes sind an die 50 Krieger-Denkmäler, die auf seine Entwürfe zurückgehen.
Kuöhl arbeitete in der 1920er und 1930er Jahren mit fast industriellem Ausstoß von Skulpturen in Stein, Keramik und Reliefs in Terrakotta.

Figuren "Mecki und Micki" 1960 - Foto Kreisarchiv Stormarn Marfels
  Figuren „Mecki und Micki“ 1960 – Foto Kreisarchiv Stormarn Marfels

Er war wohl der meistbeschäftigte Bildhauer der Stadt Hamburg. Er entwickelte eine wetterfeste Baukeramik, die so genannte Klinkerkeramik. Seine Arbeiten schmücken viele Hamburger Bauten.

Hierzu gehören beispielsweise
o die Krugkoppelbrücke und die benachbarten Brücken Fernsichtbrücke und Bellevuebrücke,
o das Chilehaus, das Pressehaus und den Altstädter Hof im Kontorviertel,
o die Finanzbehörde am Gänsemarkt,
o die Davidwache in St. Pauli,
o die Stadthallenbrücke im Stadtpark,
o das neue Krematorium auf dem Ohlsdorfer Friedhof.

Hinzu kommen etliche naturrealistische und expressionistische Grabdenkmale auf dem Ohlsdorfer Friedhof und gefällige Märchenfiguren. Sein „Gänselieselbrunnen“ ist ein Wahrzeichen von Bad Oldesloe. Sein „Hummelbrunnen“ in der Hamburger Neustadt stellt den Hamburger Wasserträger dar.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen