Post

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Die Post

WhatsApp, SMS, Mobiltelefon mit Internet-Zugang…. Heute haben wir alle modernste Kommunikationsmittel stets verfügbar. Für manch einen von uns ist es kaum vorstellbar, ohne diese technischen Hilfsmittel zu überleben.

Und doch: es gab Zeiten, da hat man seiner Liebsten noch einen handgeschriebenen Liebesbrief zukommen lassen. Auch die Postkarte mit einem Gruß aus den Ferien oder zum Geburtstag war selbstverständlich.

Heute haben wir WhatsApp. Es gibt kaum noch handgeschriebene Liebesbriefe. Schade, denn es ist doch recht unwahrscheinlich, dass wir in 40 Jahren eine WhatsApp Nachricht auf dem Dachboden finden!

Es gab sogar Zeiten, da hatte jedes Dorf seine eigene Poststelle, so auch Rohlfshagen! Vermutlich wurden also in Rohlfshagen sehr viele Liebesbriefe geschrieben.

Das wird so zu Kaisers Zeiten gewesen sein, da waren die Briefkästen noch blau und auch in der Weimarer Republik mit roten Briefkästen. Die staatliche Bundespost führte gelbe Briefkästen ein. Heute sind die Briefkästen immer noch gelb, die Post ist aber mittlerweile ein privates Unternehmen.

Wir können vermutlich davon ausgehen, dass die erste Rohlfshagener Poststelle (vermutlich als „Posthülfsstelle“ – das ü ist kein Tippfehler, wurde damals so geschrieben) spätestens mit Eröffnung der Bahnlinie Oldesloe-Schwarzenbek 1887 eingerichtet wurde. Vom Bahnhof wurde die Post dann zur Posthülfsstelle transportiert.  Dessen Sitz lag lange Jahre in der Hand der Familie Adolf Schacht (Gaststätte Schacht). Anna Schacht war bis ca. 1935 Posthalterin. Ab 1935 übernimmt dann ihre Tochter Grete die Poststelle.

1931 erfolgte mit Einführung der „Kraftpost“ die Umwandlung in eine Poststelle II.

Die „Kraftpost“, der kombinierte Personen- und Posttransport mittels Postbussen löste dann mehr und mehr den Posttransport per Bahn ab.

Durch Heirat wird die Poststelle 1938 zu Grete Hartkopp, geb. Schacht, in den Grünen Jäger verlegt. Diese wurde am 02.05.1977 in eine Post-Annahme-Stelle umgewandelt und am 01.02.1978 – als Folge der Eingemeindung nach Rümpel – in Rümpel 2 umbenannt. Die Schließung erfolgte am 29.01.1994.

Marie-Luise Hartkopp vor der Poststelle Rohlfshagen

Die Eckpunkte zur Geschichte unserer Rohlfshagener Post hier noch einmal im Überblick:

  • 1887 (ca.) – die erste Poststelle (Posthülfsstelle) wird im Landgasthaus Schacht eröffnet.
  • 1931 – Einführung der Kraftpost – Umwandlung in eine Poststelle II
    Als Poststelle II war Rohlfshagen dem „Leitpostamt“ Bad Oldesloe zugeordnet.
    Diese Zuordnung findet sich auch in den alten Stempelaufdrucken „Rohlfshagen über Bad Oldesloe“ wieder.
  • 1938 – Verlegung der Poststelle in den „Grünen Jäger“ (Grete Schacht heiratet Walter Hartkopp, damit wurde auch die Poststelle verlegt)
  • 02.05.1977 – Umwandlung in eine Postannahmestelle
  • 01.01.1978 – Eingemeindung mit Rümpel, die Postanschrift wird zu „2061 Rümpel“
  • 01.02.1978 – Umbenennung der Postannahmestelle in Rümpel 2 (als Folge der Eingemeindung in Rümpel)
  • 01.02.1988 – neue Postleitzahl: „2060 Rümpel“
  • 30.11.1989 – die Poststelle in Rümpel, „Rümpel 1“, wird aufgelöst
  • 01.12.1989 – da die Poststelle in Rümpel („Rümpel 1“) geschlossen ist, wird aus der Postannahmestelle in Rohlfshagen („Rümpel 2“) in Folge nur noch „Rümpel“
  • 01.07.1993 – neue Postleitzahl: „23843 Rümpel“
  • 29.01.1994 – Schließung

So zahlreich wie die Bezeichnungen der Poststelle und die im Laufe der Zeit wechselnden Postleitzahlen waren natürlich auch die entsprechenden Stempel. UNBEDINGT anschauen: hier geht es zur Stempelgeschichte der Rohlfshagener Post!

Alter Straßenverlauf Ortseingang Rohlfshagen mit der Poststelle un Kolonialwarenladen - 1968 - (c) Kreisarchiv Stormarn, Marfels
Alter Straßenverlauf Ortseingang Rohlfshagen mit der Poststelle un Kolonialwarenladen – 1968 – (c) Kreisarchiv Stormarn, Marfels

Familie Hartkopp führte neben der Post auch lange ein Kolonialwarengeschäft, besser gesagt einen „Tante Emma – Laden“. Das war sehr schön und praktisch, musste man für die Kleinigkeiten doch nicht immer nach Bad Oldesloe oder gar an die „Tanke“.

Edeka Kolonialwarengeschäft Hartkopp

Und auch heute noch begleitet uns die alte Poststelle, die Postfahne wurde nämlich über die Zeit gerettet! Die Fahne macht sich doch recht gut beim Public Viewing, oder? 🙂

Public Viewing Post – Fahne

 

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